Es gibt 3 gute Gründe das Wildfleisch vom Farmwild zu essen:

1. frisches und zartes Fleisch bei artgerechter Haltung aus der unmittelbaren Region,
2. gesundes fettarmes Fleisch aus kontrollierter Verarbeitung,
3. naturbelassenes Futter für eine von Schadstoffen unbelastete Nahrungskette.

Wenn Sie den Verzehr von Fleisch mögen, dürfen Sie sich sicherlich auch darüber Gedanken machen, woher das Fleisch stammt das Sie essen und unter welchen Haltungsbedingungen das Tier sein Leben verbracht und beendet hat.

Es ist dann nicht von der Hand zu weisen, dass Farmwild - so nennt man das in Gehegen gehaltene Wild verschiedenster Arten - zumindest in der EU - im Vergleich zu den herkömmlich bekannten Fleischlieferanten wie Rind, Schwein, Schaf oder Geflügel, von den vorgeschriebenen tierschutzrechtlichen Haltungsbedingungen her, das am besten geschützte und am artgerechtesten gehaltene Nutztier ist.

Mittlerweile werden neben dem Damwild auch viele andere Wildarten zur Fleischgewinnung gehalten: Bison, Wisent, Elch, Muffelwild, Strauss, Rotwild, Sikawild, Alpakas, Lamas und auch Wildschweinhybriden.

Die Diskussion darüber, ob Wild in die freie Natur gehört oder nicht, wollen wir hier nicht führen. Mittlerweile gibt es viele Wildfarmen, die den verschiedensten Zielstellungen dienen und ihre Produkte weltweit vermarkten.

Die Verbraucher werden oft mit Hirschfleisch aus Neuseeland konfrontiert. In Restaurants weiß man aber in den seltensten Fällen, um was für eine Art von Hirschfleisch es sich handelt, geschweige denn, wielange das Stück bis zu Ihnen unterwegs war oder wielange es vorher tiefgefroren in einer Kühltruhe lag.

Rotwild, Damwild, Sika - wer kennt schon den Unterschied ?

Die Tiere die in einem Wildgehege geboren werden, werden von der Mutter aufgezogen und bleiben Bestandteil des Rudels solange sie leben. Junge Hirsche, werden mit ca. 18 Monaten geschlachtet und Muttertiere (Alttiere) bleiben oft 10 Jahre im Rudel, bevor sie der Vermarktung zugeführt werden.

Bis zur Schlachtung leben sie gesund und artgerecht in ausreichend großen Gehegen. Das wird sowohl vom Amtstierarzt und landwirtschaftlichen Verbänden vorgegeben, als auch von betreuenden Tierärzten überwacht.

Das Schlachten erfolgt dann stressfrei durch einen gezielten Schuss aus der Büchse auf eine Distanz von ca. 50 bis 100m auf das nicht darauf vorbereitete Tier und dem anschließenden Ausbluten. Von langen Wegen zu einem Schlachthof werden die Tiere verschont.

Dann wird es den Bestimmungen entsprechend innerhalb von zwei Stunden in einem zugelassenen Schlachtbetrieb zerlegt und verarbeitet und dann meist direkt an den Endverbraucher verkauft.

Wenn Sie es frisch, also nicht tiefgefroren kaufen, kann es vakuumverpackt nicht älter als 14 Tage sein. Wenn es länger gelagert werden soll, muss es aus fleischhygienischen Gründen eingefroren werden. Daran können Sie also erkennen, ob Sie wirklich frisches Fleisch bekommen.

Es gibt nichts Besseres als das vom Jäger erlegte freilebende Wild ?

In freier Natur werden die Tiere aus verschiedensten Gründen, im Gegensatz zum Gehegewild, oft nicht einmal erwachsen und sie entwickeln sich meist auch nicht so gut. Vor allem meiden sie aber nicht den von Bauern mit künstlichen Düngern und Unkrautvernichtungsmitteln kultivierten Acker.

Das vom Jäger geschossene Wild wird i. d. Regel vorort aufgebrochen und ausgeweidet. Das würde den Bestimmungen zur Fleischhygiene für den Wildhalter nicht gerecht werden, denn er muss dafür ein hygienisch einwandfreies Schlachthaus nachweisen.

Auch muss der Jäger, mit Ausnahme der Trichinenuntersuchung beim Wildschwein, in der Folge keine Fleischuntersuchung durchführen lassen, so wie es für den Wildhalter zwingend vorgeschrieben ist.